ISO 9001: Es geht los

Und hier kommen sie, die ersten Fragen. Ich bin schon ganz aufgeregt. Ich bekomme die E-Mail mit einer EXCEL Tabelle, die wirklich viele Fragen und Aussagen enthält. Schnell mal etwas Zeit geblockt und los geht es.

Ich öffne die EXCEL, sie ist echt gut aufgebaut. Laufende Nummer, Anforderung, Umsetzung, Maßnahme, Wer, bis wann, (Bemerkung). Das passt und ist sinnvoll. Sehr schön. Die ersten beiden Spalten sind gefüllt. Kommen wir nun zur ersten Anforderung:

Die Organisation muss externe und interne Themen bestimmen, die für ihren Zweck und ihre strategische Ausrichtung relevant sind und sich auf ihre Fähigkeit auswirken, die beabsichtigten Ergebnisse ihres Managementsystems zu erreichen.

Ja. Stimmt. Und? Haben wir. Was kann ich jetzt tun? Liquidität! Das ist erst einmal das Maß der Dinge. 🙂 So richtig weiß ich gerade nicht, was für eine Maßnahme ich davon ableiten soll… Egal, ich nehme die nächste Zeile…

Die Organisation muss weiterhin die für ihr Managementsystem relevanten interessierten Parteien und deren Erfordernisse und Erwartungen (Anforderungen) bestimmen.

Nein – oooh – doch! Wirklich? Ist das so? Ja man, ist doch klar. Haben wir. Und nun? Sind bestimmt… Ich scroll mal etwas runter – hier muss doch was sein, was ich tun kann. Weiter…

Die oberste Leitung zeigt Führung und Verpflichtung für die Wirksamkeit des Managementsystems mit Bezug zur Politik, Zielsetzung, Ressourcensicherung, Bewusstseinsbildung, Ergebnisorientierung, Wirksamkeit und fortlaufenden Verbesserung. Weiterhin fördert die oberste Leitung die Anwendung des prozessorientierten Ansatzes und das risikobasierte Denken und beweist Kundenorientierung mit dem Fokus auf Einhaltung der Anforderungen und Verbesserung der Kundenzufriedenheit.

Ich bin raus. 🙂 Die “oberste Leitung” – wie geil. Klingt wie von früher – damals. Ich mag Bewusstseinsbildung – das ist auch ein schönes Wort. Welche Maßnahmen können wir für Bewusstseinsbildung ergreifen – quasi Maßnehmen des Bewusstseins der Mitarbeiter :). Ab jetzt: Jeden Morgen von 9-10: Bewusstseinsbildung mit Christian. Ich freu mich.
Wie misst man Bewusstsein? Ich meine, man muss doch den Erfolg überprüfen können. Vorher hattest Du 8 Bewusstsein, jetzt 10? Toll, weiter so! Guck Dir mal den an, der hat 33 Bewusstsein. Darf ich das überhaupt fordern? Ich meine, als Arbeitgeber? Man stelle sich vor, wir stellen jemanden nicht ein, weil das Bewusstsein zu gering ist…? Bei gleicher Eignung nehmen wir die Person, mit gebildeterem Bewusstsein. Es tut mir leid, ich kann mich bei solchen Vorlagen einfach nicht zurückhalten. Irgendwie komme ich so nicht weiter…

Ich glaube, ich muss mal mit Denis telefonieren…

Christian